Kategorien
MEMMEA

MemrisTec Young Researcher Award für Onur Toprak

Das DFG-Schwerpunktprogramm MemrisTec (SPP 2262) – „Memristive Bauelemente für intelligente technische Systeme“ – hat Dr. Onur Toprak einen MemrisTec Young Researcher Award für die beste Veröffentlichung verliehen. Die Auszeichnung würdigt Dr. Topraks herausragenden Beitrag auf dem Gebiet der memristiven Bauelemente und festigt seinen Ruf als einer der aufstrebenden Stars des Programms.

Diese Auszeichnung ist ein weiterer Höhepunkt in der ohnehin schon bemerkenswerten Karriere von Dr. Toprak. Als MemrisTec-Doktorand unter der Betreuung von Prof. Dr. Catherine Dubourdieu am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) verteidigte er erfolgreich seine Doktorarbeit an der TU Berlin und erzielte dabei die hervorragende Note 1,0 (Magna cum Laude) – eine Auszeichnung, die die Exzellenz seiner Forschung im Rahmen des MEMMEA-Projekts des MemrisTec-Schwerpunktprogramms widerspiegelt.

Die preisgekrönte Arbeit mit dem Titel „Amorphous Gallium-Oxide-Based Non-Filamentary Memristive Device with Highly Repeatable Multiple Resistance States“ wurde in der Fachzeitschrift Advanced Electronic Materials veröffentlicht. Die Arbeit erhielt eine zusätzliche Auszeichnung, da sie für das Titelbild der Ausgabe (gestaltet von Laura Canils) ausgewählt wurde – eine klare Anerkennung ihrer wissenschaftlichen Bedeutung und ihrer visuellen Anziehungskraft.

Zu den wichtigsten Punkten der Veröffentlichung zählen:

  • Die Entwicklung eines memristiven Bauelements auf Basis von amorphem Galliumoxid (a-GaOx), das über einen nicht-filamentären Schaltmechanismus funktioniert und sich damit von herkömmlichen filamentären Memristoren unterscheidet, die häufig unter stochastischen Schwankungen leiden.
  • Nachweis hochgradig reproduzierbarer Mehrfach-Widerstandszustände – eine entscheidende Eigenschaft für die Realisierung von mehrstufigen Speichersystemen und Anwendungen im Bereich des analogen Rechnens, wie beispielsweise neuromorphen Systemen.
  • Eine detaillierte Analyse des zugrunde liegenden Schaltverhaltens an der Grenzfläche, die wertvolle Einblicke darin liefert, wie die Umverteilung von Sauerstoffleerstellen die gleichmäßige und zuverlässige Modulation des Widerstands steuert.
  • Dank seiner hohen Ausdauer und Speicherkapazität ist das Gerät ein vielversprechender Kandidat für In-Memory- und vom Gehirn inspirierte Rechnerarchitekturen der nächsten Generation.

Das MemrisTec-Prioritätsprogramm zielt darauf ab, memristive Technologien für den Einsatz in intelligenten technischen Systemen voranzutreiben. Dr. Topraks preisgekrönter Beitrag verkörpert hierbei klar die Mission des Programms – die Verbindung von grundlegender Materialwissenschaft mit praktischer, anwendungsorientierter Bauteiltechnik.

Herzlichen Glückwunsch an Dr. Onur Toprak zu dieser wohlverdienten Auszeichnung! Alles Gute für die Zukunft!

Kategorien
MemCouple News

MemrisTec Young Researcher Award für Daniel Schön

Wir freuen uns sehr, bekannt geben zu dürfen, dass Daniel Schön mit einem „MemrisTec Young Researcher Award“ für die beste Veröffentlichung ausgezeichnet wurde, der vom Schwerpunktprogramm MemrisTec (SPP 2262) der DFG – „Memristive Devices Toward Smart Technical Systems“ – verliehen wird. Die Auszeichnung würdigt seinen herausragenden Beitrag auf dem Gebiet der memristiven Bauelemente und unterstreicht seine Rolle als eines der aufstrebenden Talente des Programms.

Die anerkannte Veröffentlichung mit dem Titel „Spatio-Temporal Correlations in Memristive Crossbar Arrays due to Thermal Effects“ wurde von Daniel Schön und Stephan Menzel vom Peter-Grünberg-Institut (PGI-7) des Forschungszentrums Jülich in der Fachzeitschrift „Advanced Functional Materials“ veröffentlicht.

Die Arbeit untersucht, wie thermische Effekte das Schaltverhalten von VCM-Zellen (Valence Change Memory) in hochintegrierten Crossbar-Arrays beeinflussen. Mithilfe eines Finite-Elemente-Modells, das mit einem verifizierten kompakten Modell einer VCM-Zelle gekoppelt ist, zeigen die Autoren, dass räumlich-zeitliche thermische Korrelationen auftreten und den Widerstandszustand benachbarter Zellen erheblich beeinflussen können.

Zu den wichtigsten Ergebnissen der Veröffentlichung gehören:

  • Thermisches Übersprechen: Die in einer aktiven memristiven Zelle erzeugte Wärme breitet sich entlang der Elektroden aus und kann den Widerstandszustand benachbarter Bauelemente beeinflussen – ein Effekt, der insbesondere bei Bauelementabständen von nur wenigen hundert Nanometern von Bedeutung ist.
  • Wärmespeichereffekt: Aufgrund der Wärmekapazität einer VCM-Zelle kann das Bauelement nach einem Impuls thermisch aktiv bleiben und dadurch die Temperaturbedingungen nachfolgender Impulse beeinflussen. Dadurch kann die Temperatur neben der Leitfähigkeit als zweite Zustandsgröße wirken.
  • Raum-zeitliche Korrelationen: Wenn sich die Impulsabstände der thermischen Zeitkonstante des Bauelements (einige Nanosekunden) annähern, kommen thermisches Crosstalk und Akkumulation zusammen – was neue Möglichkeiten für das neuromorphe Rechnen eröffnet, darunter die Emulation von Kurzzeitplastizität und der Paarpuls-Fazilitation.

Die Autoren kommen zu dem Schluss: „Raum-zeitliche thermische Korrelationen lassen sich bereits bei Geräteabständen von nur wenigen hundert Nanometern und bei Impulsfolgen mit Pausen in der Größenordnung der thermischen Zeitkonstante des memristiven Bauelements beobachten. Auf der Grundlage dieses Effekts lassen sich potenziell neuartige Lernregeln für zukünftige Anwendungen im Bereich des neuromorphen Rechnens ableiten.

Die Veröffentlichung war ein wichtiger Startpunkt für das MemrisTec-Projekt „MemCouple“ der Autoren, das sich auf verschiedenen Ebenen mit diesem Thema befasst: von der Geräteherstellung über Simulationsmodelle bis hin zur Anwendung neuromorpher Rechenkonzepte. Darüber hinaus führte eine weitere Zusammenarbeit mit Faisal Munir und Stefan Wiefels zu einer Veröffentlichung, in der gezeigt wird, wie Temperatur als zweite Zustandsvariable genutzt werden kann und wie ultrakurze Impulsfolgen eingesetzt werden können, um kurzfristige Plastizität in RRAM-Bauelementen zu emulieren. Dieses Funktionsverhalten lässt sich möglicherweise eines Tages nutzen, um neuartige, dem Gehirn nachempfundene Computerarchitekturen zu entwickeln, die im Sub-Nanosekundenbereich arbeiten.

Diese Auszeichnung ist eine wunderbare Würdigung von Daniel Schöns Engagement, seiner wissenschaftlichen Genauigkeit und seiner Kreativität – und ein hervorragendes Beispiel dafür, wie das MemrisTec-Prioritätsprogramm sowohl das grundlegende Verständnis als auch anwendungsorientierte Innovationen im Bereich der memristiven Technologien vorantreibt. Herzlichen Glückwunsch zu diesem wohlverdienten Meilenstein, Daniel Schön, und alles Gute für die Zukunft! 🎉

Kategorien
Events

Jetzt für die MemrisTec-Sommerschule 2026 in Rostock an der Ostsee anmelden

Melden Sie sich jetzt für die MemrisTec-Sommerschule 2026 in Rostock an der Ostsee an!

Kategorien
Events

MemrisTec2026 in Kiel und auf der Ostsee

MemrisTec2026 in Kiel und auf der Ostsee

Im diesjährigen Synchronisationsworkshop MemrisTec2026 wurden die Ergebnisse der laufenden geförderten Projekte sowie der drei neuen assoziierten Projekte ausgetauscht. Das Ziel hierbei waren insbesondere der Austausch zwischen den Projektteams, wozu auch die Umgebung der Ostsee und das freundliche Wetter beitrug. Ein großes Dankeschön vom MemrisTec-Koordinator Ronald Tetzlaff von der Technischen Universität Dresden an alle Teilnehmenden und die lokalen Organisator:innen um Martin Zieger, die dieses Treffen zu einem fruchtbaren Workshop gemacht haben.
Wir freuen uns auf den Abschlussworkshop MemrisTec2027 in Dresden!

Impressionen

Kategorien
News

Internationaler Tag der Frauen und Mädchen in der Wissenschaft

Wissenschaft kennt kein Geschlecht, und wir glauben, dass vielfältige Perspektiven für die Förderung von Innovationen und die Lösung der dringendsten Herausforderungen der Welt unerlässlich sind. MemrisTec hat es sich zur Aufgabe gemacht, Wissenschaftler:innen aller Geschlechter die Möglichkeit zu geben, zu forschen, zu lernen und die Zukunft der Informatik zu gestalten.

💡 An alle jungen Frauen da draußen, die von einer Karriere im Bereich STEAM träumen: Ihr gehört in die Wissenschaft, und eure Beiträge werden die Welt verändern.

Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass jedes Mädchen weiß, dass sie eine Wissenschaftlerin, eine Innovatorin und eine Führungspersönlichkeit auf ihrem Gebiet sein kann. 🌱✨

Kategorien
News

Doktorprüfung von Rana Walied Ahmad erfolgreich abgeschlossen

Rana Walied Ahmad, M.Sc., hat am Mittwoch, den 28. Januar 2026, an der RWTH Aachen seine öffentliche Doktorprüfung erfolgreich abgeschlossen. Die Prüfung fand als Hybridveranstaltung statt.

Die Doktorandenvorlesung mit dem Titel „Modellierung und Simulation elektrochemischer Metallisierungs-Speicherzellen für neuromorphe passive Crossbar-Architekturen“ befasste sich mit der Modellierung und Simulation elektrochemischer Metallisierungs-Speicherzellen, wobei der Schwerpunkt auf ihrer Rolle im neuromorphen Rechnen unter Verwendung passiver Crossbar-Architekturen lag. Diese Doktorarbeit entstand im Rahmen des MEMMEA-Projekts.

Der erfolgreiche Abschluss der Verteidigung markiert den Höhepunkt von Rana Walied Ahmads Doktorarbeit auf dem Gebiet der memristiven Bauelemente und neuromorphen Systeme.

PhD Committee
Kategorien
News

Emilio Perez-Bosch Quesada schließt Doktorarbeit über memristive Bauelemente am IHP ab

Emilio Perez-Bosch Quesada hat seine Promotion im Rahmen des MIMEC-Programms in Zusammenarbeit mit dem IHP – Innovations for High Performance Microelectronics in Frankfurt (Oder) abgeschlossen. Seine Doktorarbeit befasste sich mit memristiven Bauelementen auf HfO₂-Basis und leistete einen Beitrag zu den laufenden Arbeiten im Bereich der resistiven Speichertechnologien.

Die Forschung wurde im Rahmen der RRAM-Aktivitäten am IHP unter der Leitung von Eduardo Pérez Diez und Christian Wenger durchgeführt. Während seines Doktoratsstudiums arbeitete er eng mit interdisziplinären Teams zusammen und sammelte umfangreiche Erfahrungen in der Materialforschung und Gerätecharakterisierung.

Nach dem erfolgreichen Abschluss seiner Promotion plant Emilio Perez-Bosch Quesada, seine akademische Laufbahn im Bereich Memristoren fortzusetzen und die Forschung auf diesem Gebiet weiter voranzutreiben.

Kategorien
Events

MemrisTec Seminar 2025 in Leipzig

MemrisTec Seminar 2025 in Leipzig

Vom 25. bis 27. November 2025 fand in Leipzig am Leibniz-Institut für Oberflächenverfahrenstechnik (IOM) das MemrisTec-Forschungsseminar 2025 statt. Das Seminar brachte 10 Doktoranden, Masterstudenten und Diplomanden aus dem gesamten MemrisTec-Forschungsprogramm zusammen.

Die Teilnehmer präsentierten den Fortschritt ihrer Abschlussarbeiten und diskutierten ihre Arbeit in einem interdisziplinären Umfeld mit Feedback von Kollegen und erfahrenen Forschern. Auf dem Programm standen außerdem Laborbesichtigungen am IOM und Gastvorträge zu Karrierewegen und der deutschen Forschungslandschaft.

Kirill Monakhov hielt einen Vortrag zum Thema „Ein molekularer chemischer Weg zur Quanteninformationsverarbeitung und zum neuromorphen Rechnen”. Das Seminar bot eine wertvolle Plattform für den Wissensaustausch zwischen den Teilnehmern.

Ein großes Dankeschön von MemrisTec-Koordinator Ronald Tetzlaff von der Technischen Universität Dresden an alle Teilnehmer und die lokalen Organisatoren um Kirill Monakhov vom Leibniz-Institut für Oberflächenverfahrenstechnik in Leipzig, die perfekte Bedingungen für dieses Seminar geschaffen haben.

Impressionen

Kategorien
MEMMEA News

Erfolgreiche Promotion von MemrisTec-Student Onur Toprak



Wir freuen uns sehr, bekannt geben zu dürfen, dass Onur Toprak, Doktorand bei MemrisTec am Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), am Freitag, dem 14. November, seine Doktorarbeit an der TU Berlin erfolgreich verteidigt hat.

Er erzielte die hervorragende Note 1,0 (Magna cum Laude), eine bemerkenswerte Anerkennung für seine herausragenden Forschungsleistungen.

Diese Leistung ist ein bedeutender Meilenstein und ein stolzes Ergebnis des MemrisTec-Schwerpunktprogramms (SPP) im Rahmen des MEMMEA-Projekts. Herzlichen Glückwunsch an Onur zu diesem wohlverdienten Erfolg!

Kategorien
NeuroMCross News

Best Poster Award auf der Konferenz MEMRISYS 2025

The MemrisTec consortium is proud to announce that Cuo Wu, a researcher within the NeuroMCross project, has been awarded one of the Best Poster Awards at the MEMRISYS 2025 conference, held this year in Edinburgh, United Kingdom.

Supervised by Benjamin Max and Prof. Thomas Mikolajick, Cuo’s work focuses on advancing neuromorphic computing through innovative memristive device concepts — a central topic within the MemrisTec research programme. His poster attracted strong interest from both academic and industrial participants, standing out for its scientific depth and potential technological relevance.

MEMRISYS is a renowned international conference dedicated to emerging memory technologies and their applications in artificial intelligence and neuromorphic systems. The recognition of Cuo’s contribution underscores the growing impact of MemrisTec research in shaping the future of energy-efficient computing.

Congratulations to Cuo Wu on this well-deserved success and for showcasing the excellence of MemrisTec research on a global platform.